Warum nicht einfach mal ausprobieren!

Bezugnehmend auf den Workshop im Juli 2016 zur Gestaltung der Dalbergstraße würden wir gerne eine vorzeitige Testphase der Variante C1 anregen. Im Tiefbauamt habe ich nachgefragt, wann die Leitungsquerung zwischen Rathaus und Theaterplatz erfolgt. Die Bauarbeiten sind für Anfang Juli 2017 geplant, dann wird dieser Teil der Dalbergstraße gesperrt.

Wie auch in der Variante C1 angedacht, soll es zwischen Rathaus und Theaterplatz dauerhaft keine Durchfahrt geben (außer in Sonderfällen).

Wir gehen allerdings davon aus, dass die Variante C1 nur funktionieren wird, wenn die Altstadt generell vom öffentlichen Verkehr befreit wird. Daher schlagen wir vor, dass an der Einfahrt der Dalbergstraße vom Main kommend sowie am Schloss zum Marstall unmissverständlich eine neue Regelung kommuniziert wird, mit dem Verkehrsschild – Betriebskennzeichen 267 – Verbot der Einfahrt

mit einem Zusatzschild:

Ausgenommen Anwohner, Fahrradfahrer, Elektrofahrzeuge, Anlieferverkehr und Taxis
Es gilt Schritttempo in der gesamten Altstadt
Keine Parkmöglichkeiten in der Dalbergstraße
Kein öffentlicher Verkehr

Wenn eine vorgezogene Testphase nicht möglich ist, wären wir froh und dankbar, wenn sich alle Beteiligten auf weniger Verkehr in der Altstadt einigen könnten. Sollte es dann nicht möglich sein, dass sich alle Autofahrer an die geänderte / beschränkte Zufahrt halten und die Beschilderung ignorieren, kann man auch über moderne Zufahrtskontrollen nachdenken. Mit automatischer Nummernschilderkennung, Vignette an der Windschutzscheibe, einer programmierbaren Karte, die man an eine Säule hält, etc. Dafür könnte man genauso eine Verwaltungsgebühr erheben, wie für die Anwohnerparkausweise.

Wenn man den Gedanken der Verkehrsberuhigung weiterführt – zwischen Landing Freihof Herstallstraße und Sandgasse hoch zum Rathaus – könnte es sogar, wenn man noch weiterdenkt, möglich werden, dass der Markt an den Ausweichtagen in die Luitpoldstraße zieht – ein lang gehegter Wunsch der Marktbeschicker und ein Riesenschritt in Richtung einer allgemeinen Verkehrsberuhigung in der Innenstadt.

Das Parkhaus an der Stadthalle wäre immer noch bequem durch den Tunnel erreichbar und für den anderweitigen Verkehr bietet sich der Ring an. Überhaupt – unsere Stadt hat ein durchdachtes Ringsystem und so viele Parkhäuser, dass es eigentlich an Parkplätzen nicht mangelt, sondern an der Bereitschaft für das Parken zu zahlen.

Wir werden aber in Zukunft in keiner Stadt darum herumkommen. Zunächst hoffen wir aber auf eine deutliche Verkehrsberuhigung in der historischen Altstadt von Aschaffenburg. Selbst in unserer bayrischen Landeshauptstadt hat man sich auf einen 12-monatigen Versuch auf der autofreien Sendlinger Straße eingelassen.

Viele Menschen hier in Aschaffenburg mit denen ich gesprochen habe, glauben nicht, dass sich eine wirkliche Veränderung bei uns durchsetzen lässt. Befürworter der Variante C1 sind allerdings fest davon überzeugt, dass sich die Zeiten ändern und wir uns den Anforderungen einer weiter zunehmenden Verkehrsdichte stellen müssen.

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