Antwort auf den Artikel von Peter Freudenberger am 19. April 2017 im Main-Echo
„Signal für Einbahnregelung gegeben“

Für eine Altstadt ohne öffentlichen Verkehr

. . . deshalb nicht vorschnell auf eine Einbahnlösung festlegen

Viele Gründe sprechen für die Variante C1, die eine allgemeine Verkehrsberuhigung vorsieht. Der Platz vor dem Rathaus wäre autofrei. Vom Main kommend würde es keine Durchfahrt zum Parkhaus geben und der Verkehr von und zum Parkhaus wird über den Landing / Freihof abgewickelt.

Ein ganz wichtiges Argument der Radfahrer ist das Nadelöhr vom Landing hoch Richtung Rathaus. Es ist abzuwägen, ob wir für eine Verkehrsberuhigung in der gesamten Altstadt in Kauf nehmen wollen, als Fahrradfahrer bei Unsicherheit das kurze Stück zu schieben, oder mit dem Fahrrad am Marktplatz vorbei über die Schlossgasse in die Altstadt zu radeln. Sicherlich wäre ein verlängerter Komfortstreifen für die Schlossgasse wünschenswert. Aber wir denken, wenn wir uns für eine Verkehrsberuhigung in der Altstadt entscheiden, werden sich auch für den ein- oder anderen holprigen Weg Lösungen finden.

Zusammengefasst heißt es dann in der gesamten Oberstadt gilt Schritttempo, keine Parkplätze im Dalberg, Parken nur noch auf eingezeichneten Parkplätzen für Anwohner mit Parkerlaubnis. Und hoffentlich ein Befahren der ganzen Oberstadt nur für Anwohner und Fahrzeuge mit besonderer Erlaubnis! Also kein öffentlicher Verkehr, ausgenommen der Verkehr zum Parkhaus und für Anlieferungen.

Bezüglich der dann fehlenden Parkmöglichkeiten im Dalberg wäre es denkbar, dass die Parkplätze an der Einfahrt Suicardusstraße tagsüber als Kurzzeitparkplätze ausgewiesen werden und ab 18 Uhr nur noch den Anwohnern mit Parkausweis zur Verfügung stehen. Anwohner, die auf den eingezeichneten Parkplätzen vor dem Marstall oder in der Webergasse parken wollen, sollten vom Schloss kommend einfahren dürfen, das Gleiche wäre auch für den Anlieferverkehr der dort ansässigen Unternehmen wünschenswert.

Beim Gestaltungsansatz »C1« geht man davon aus, dass man sich nicht auf eine Einbahnstrasse festlegt. Aber es eröffnen sich in der gesamten Oberstadt neue „Freiräume“ für Fußgänger und deutlich mehr Sicherheit für spielende Kinder. Eine Verkehrsberuhigung wirkt sich positiv auf die gesamte Verkehrssicherheit aus und verbessert die Lebensqualität.

Ina Bauer & friends | Stiftsgasse 16 | 63739 Aschaffenburg
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28. April 2017